
FAQ
Was ist eine Legierung?
Als Legierung bezeichnet man eine Verbindung oder Verschmelzung unterschiedlicher Bestandteile. Der Begriff kommt von italienisch "legare" = verbinden. Köche legieren — (ver-)binden (z.B. eine Sauce mit Butter oder Eigelb) — ebenso wie der Goldschmied: dieser verschmilzt z.B. Gold und Silber und Kupfer zu bestimmten Gold-Legierungen. Je nach Gewichtsanteilen bzw. Mischungsverhältnis erzielt er damit bestimmte Eigenschaften (etwa eine gewünschte Farbe). Beispiel: Eine hochwertige 750/-Roségold-Legierung entsteht durch Verschmelzen von 750/000 Gold, 90/000 Silber und 160/000 Kupfer.
Je nach Gewichtung der Silber- und Kupfer-Anteile zueinander ändert sich die Farbe. So führt das Verschmelzen von 750/000 Gold, 150/000 Silber und 100/000 Kupfer zu einer gelben Farbe.
Was bedeutet die dreistellige Zahl in meinem Ehering?
Die dreistellige Zahl in einem Ehering bezeichnet — im Falle eines Goldrings — den Feingold-Gehalt in Tausendsteln. "585" zum Beispiel steht für einen Goldanteil von 585/000. Also 585 von tausend Metallteilen sind reines Gold.
"925" kennzeichnet hingegen den Feinsilber-Mindestanteil von Sterling-Silber. 925 von tausend Metallteilen sind reines Silber.
"950" bezeichnet den gebräuchlichen Feinplatin-Anteil einer Platin-Legierung. 950 von tausend Metallteilen sind reines Platin.
Warum verfärbt sich Weißgold mit der Zeit?
Der Begriff “Weißgold“ ist ein Marketing-Kunstgriff der Schmuckindustrie. Gold ist ein gelbes Material. Jede Gold enthaltende Legierung zeigt im farbneutralsten Fall einen gelblichen oder rosigen Grauton. Die in der Schmuck-Industrie so genannte “Weißgold-Ware“ wird galvanisch mit einer dünnen Schicht des weiß scheinenden Rhodiums — eines anderen Edelmetalls — überzogen. Über kurz oder lang verliert sich diese Schicht durch die Beanspruchung beim Tragen: Das sogenannte “Weißgold“ zeigt seine wahre gelblich- oder rosig-graue Farbe.
Woher beziehen Sie Ihr Gold?
Ich lege großen Wert auf Nachhaltigkeit und die Einhaltung hoher ethischer Standards bei der Gewinnung von für meine Arbeit benötigten Materialien.
Gold und andere Edelmetalle beziehe ich in der Regel von zwei Tochterfirmen (Geschw. Scheytt GmbH oder R. Götze Gold- und Silberscheideanstalt GmbH&Co. KG) der Firma Bauer Walser AG in Keltern — einem RJC (Responsible Jewellery Council)-zertifizierten Anbieter von Edelmetallen und daraus gefertigter Halbzeuge, der sich in seiner Compliance- und Ethik-Richtlinie zur Integration und Einhaltung der RJC-COP-Prinzipien zu Ethik, Menschenrechten, sozialen und ökologischen Aspekten verpflichtet.
Kaufen Sie Schmuck an?
Sofern Sie bei mir die Gestaltung z.B. Ihrer Trauringe in Auftrag geben, können Ihre ggfs. vorhandenen Goldschmuck- /Münz-/Zahngold-Bestände unter Umständen mit verarbeitet oder zumindest verrechnet werden. In solchem Fall kaufe ich Ihren Schmuck an, ja. Gewerblicher Altgold-Handel im Sinne von Geld gegen Schmuck ist nicht mein Business.
An welcher Hand trägt man seinen Trauring?
Die meisten Europäer tragen den Trauring links, desgleichen die Amerikaner — die ihre Sitten und Gebräuche aus Europa importiert haben. Der überwiegende Teil der Deutschen hingegen trägt den Ring rechts.
Meist haben Kunden sich den Ring schon angesteckt — intuitiv auf die eine oder andere Hand — wenn sie mit der Frage kommen. Ich empfehle dann, bei genau der Hand zu bleiben.
An welchem Finger trägt man seinen Trauring?
Diese Frage wird erstaunlich oft gestellt. Im Deutschen scheint die Antwort einfach — haben wir doch außer dem Daumen und Zeige-, einen Mittel-, einen kleinen und einen — Ring-Finger. Hoffentlich noch vollzählig.